Konzept Schuljahr 2010 - 2011 1 Einleitung Das Konzept des Förderprojektes beruht auf einer sog. Pull-Out-Förderung. Hierzu werden die Kinder in 5 Projektgruppen an den jeweiligen Standortschulen einmal wöchentlich statt am Regelunterricht an einer Projektgruppe von maximal 12 Kindern teilnehmen. Bis jetzt wurden insgesamt 19 Projekteinheiten von jeweils ca. 5 Wochen durchgeführt. 2 Anmeldeverfahren Die Anmeldung zur Teilnahme am Projekt ist ausschließlich über die Schule des Kindes möglich. Teilnehmen können alle Kinder der 2. bis 4. Klasse öffentlicher Grundschulen im Stadtgebiet von Bremen. Die Anmeldung geschieht über ein von der Projektleitung an die beteiligten Schulen per eMail verschicktes Formular. Anmeldeschluss für dieses Projekt ist der 10. September 2010 (Posteingang). Die Projektleitung erstellt für den jeweiligen Standort eine Vorschlagsliste. Diese Listen werden den beteiligten Schulen am 12. September per eMail zugeschickt. Obwohl die Teilnahme an früheren Projekten berücksichtigt wird, ist es auf Grund der begrenzten Kapazität (60 Plätze) nicht garantiert, dass Kinder weiterhin teilnehmen können. Gleiches gilt für Kinder, bei denen durch ein psychologisches Gutachten eine vorhandene Hochbegabung bestätigt wird. Die Auswertung der Anmeldeformulare in Kombination mit evtl. erläuternden Gesprächen und die persönliche Einschätzung der Projektleitung ergeben eine der Prioritäten. Wichtig ist, dass bei allen Beteiligten ein Konsens über die Teilnahme besteht. 3 Ziele Neben individuellen Zielen, die sich aus der Anmeldung, sowie den Gesprächen mit der Lehrkraft und den Eltern ergeben, gibt es die allgemeinen Ziele des Projektes. Diese Ziele bilden die Grundlage der Arbeit und Projektinhalte. Ø Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten Ø Eigene Lernstrategien entdecken und entwickeln Ø Die Kinder dürfen zeigen, über welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie verfügen Ø Die Kinder dürfen die Erfahrung machen, dass sie nicht automatisch gut sind Ø Durch Kontakte zu ähnlich strukturierten Kindern bekommen sie das Gefühl vermittelt nicht alleine zu sein 4 Zeitplan Insgesamt besteht das Projekt aus drei mal fünf Einheiten, die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem Ihnen zugesandten Terminplan für den jeweiligen Standort. Voraussichtlich in Dezember 2010 bieten wir in der Marie-Curie-Schule –Raum 201-, Eltern und Lehrkräften die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch über die von uns wahrgenommenen Entwicklungen. Zur Präsentation der Ergebnisse und dem Austausch von Erfahrungen wird am 27. und 28. Mai 2011 eine kleine Ausstellung in der Marie-Curie-Schule organisiert. 5 Umsetzung 5.1 Allgemein Um die allgemeinen Ziele wie oben beschrieben umzusetzen, sollten die Kinder im Laufe des Projektes eine Projektarbeit erstellen. Dieser Beitrag kann in Form einer Projektmappe, einer Video- oder Fotostory geleistet werden. Allerdings kann es auf Grund der persönlichen Ziele einzelner Kinder sinnvoll sein, auf einen solchen Beitrag zu verzichten. Auf vorhandene Teilleistungsschwächen (LRS u. ä.) und jahrgangsbedingte Unterschiede wird selbstverständlich Rücksicht genommen. Wichtig ist es hierbei, dass die Kinder nicht nur während der Projektzeit, sondern auch in der Schule und/oder zu Hause Unterstützung bekommen. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Kinder nur die Hilfestellung bekommen, die sie selbst einfordern. Es gilt der Grundsatz „So wenig wie möglich, so viel wie nötig...“ Obwohl in der Schule häufig Computer zu Recherchen eingesetzt werden, ist es keine Notwendigkeit, dass zu Hause ebenfalls am Computer gearbeitet wird. Seit dem Schuljahr 06/07 finden insgesamt drei Einheiten statt. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Ihnen zugeschickten Einladung. Die Zielsetzung der einzelnen Einheiten ist wie folgt: 5.2 Vor den Herbstferien 2010. Vom 1. Bis zum 7. Oktober 2010 findet an den jeweiligen Standorten ein Nachmittag zum ersten Kennenlernen der Kinder und zur Klärung einiger „technischen“ Fragen. Unter Anderem kann ich so mit den Eltern gemeinsam eben schauen, ob ich alle Daten richtig eingegeben habe, die Eltern können die Einverständniserklärung zum Projekt abgeben und ich erkläre Eltern und Kindern, wie wir mit einander kommunizieren können. 5.3 Oktober/November 2010 – Selbstständiges Arbeiten Am ersten Projekttag bleiben wir an dem jeweiligen Projektstandort um gemeinsam erste Schritte in unserem Projektjahr zu machen. Die Kinder bekommen einige Regeln erklärt, Umgangsformen werden besprochen und wir klären wie man sich in einem Museum verhalten soll. In den vier Wochen danach sind wir im Hafenmuseum hier in Bremen. Dort werden die Kinder die Gelegenheit bekommen angeleitet aber selbstständig zu arbeiten. Die Kleinschaligkeit des Hafenmuseum sowie die Zusammenarbeit mit den MitarbeiterInnen dort ermöglicht es außerdem eine Einschätzung zu machen, welche Kinder wo Probleme bekommen könnten. Dies kann in ihrer Arbeitsweise, aber auch in ihrem Verhalten liegen. Individuelle Ziele für das Projektjahr werden für die Kinder festgelegt. 5.4 Dezember 2010 Obwohl ich für Lehrkräfte und Eltern der Projektkinder immer Gesprächszeit verfügbar mache, hat es sich bewährt am Ende des ersten Projektes eine Woche für Elterngespräche anzubieten. Den genauen Termin entnehmen Sie bitte dem verteilten Terminplan und/oder unsere Hinweise im Internet. 5.5 März / April 2011 - Organisation Auch diesmal bleiben wir am ersten Projekttag am Standort. An Hand der in der ersten Einheit erstellten Mappen überlegen wir gemeinsam, was verbessert werden kann und wie das zu erreichen wäre. Jedes Kind sollte für sich eine Übersicht machen, was es verbessern möchte. Erfahrungsgemäß ist das größte Problem der Kinder die eigene Organisation. Was brauche ich, wie gehe ich mit Materialien um und vor allem, wie sortiere ich meine Information. Hierauf werden wir bei den Kindern genauer eingehen. Anschließend sind wir an vier Terminen entweder im Universum Science Center oder im Überseemuseum, wo die Kinder analog zu der ersten Runde selbstständig einzelne Themenbereiche erarbeiten. Im letzten Projektjahr haben wir erstmals mit den Kindern Videoclips im Universum gemacht. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit sind positiv und zeigen, dass die Kinder so die Chance bekommen ein Stück Arbeitsorganisation und Teamarbeit zu erlernen. Auch in diesem Jahr werden wir in der zweiten Projekteinheit deswegen an einer ähnlichen Präsentation arbeiten. 5.6 Mai / Juni 2011 – Präsentation In der dritten und letzten Runde des Projektes liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation. Was nutzt alles Wissen, das wir uns aneignen, was nutzen alle Entdeckungen, die wir machen, wenn nicht auch andere daran teilhaben können. Wir bereiten eine Ausstellung vor. Hierzu besuchen wir in dieser Zeit ausschließlich die Marie-Curie-Schule, wo ich einige Medien-arbeitsplätze eingerichtet habe. Die Kinder können hier selbstständig an Videos oder Diashows arbeiten und ihre Präsentationsflächen für die Ausstellung gestalten. 5.7 Ausstellung Die Ausstellung der Projektergebnisse dient einerseits der Information der Eltern, Lehrkräfte, Behörden und Öffentlichkeit, andererseits bietet die Ausstellung den Kindern eine Plattform ihre Entwicklung im Projekt zu zeigen. Neben der in der dritten Einheit erstellten Präsentationen zeigen wir auch Einblicke in außerschulische Angebote wie Workshops und Konzept-entwicklung. Der Ertrag aus Verkauf von Kaffee und Kuchen wird benutzt um Kinder deren Eltern nicht in der Lage sind solche außerschulischen Angebote zu finanzieren trotzdem die Teilnahme zu ermöglichen. 5.8 Hausaufgaben – versäumter Unterricht Bei der Entwicklung des Projektes in Januar/Februar 2003 wurde mit den damals beteiligten Schulen vereinbart, dass die Hausaufgaben und Arbeitsblätter des Projekttages in der Schule nur dann nachgearbeitet werden sollten, wenn es neue Inhalte betrifft. Die Entscheidung liegt im Prinzip im Ermessen der jeweiligen Lehrkraft. Sollte es diesbezüglich Probleme geben, sind wir gerne bereit hier eine vermittelnde Rolle zu übernehmen. An diesem Tag geschriebene Klassenarbeiten und / oder Diktate müssen selbstverständlich nachgeschrieben werden. Obwohl die Kinder an diesem Tag nicht am Regelunterricht teilnehmen, werden die Projekttage nicht als Fehlzeiten registriert, da es sich hier lediglich um Unterricht in einer anderen Form und Umgebung handelt, welche im Auftrag der Senatorin für Bildung durchgeführt wird. 6 Informationsfluss 6.1 Aus dem Projekt zu den Eltern und Lehrkräften Viele Eltern haben in der Vergangenheit berichtet, dass die Kinder zu Hause vom Projekt kaum etwas erzählen. Ähnliche Rückmeldungen bekamen wir von Lehrkräften. Aus diesem Grund führen wir seit Herbst 2005 im Internet einen so genannten Projektblog, ein Tagebuch worin meistens ich, aber auch andere MitarbeiterInnen aus dem Projekt berichten. Außerdem wird eine Auswahl der entstandenen Bilder täglich veröffentlicht. 6.2 Von Eltern und Lehrkräften zur Projektleitung Bei Krankheit oder sonstiger Verhinderung, bitte ich die Eltern um kurze telefonische Benachrichtigung oder eine eMail. Am ersten Projekttag bekommen die Kinder hierzu auch meine Handynummer. Ich bitte Sie dringend, nur dann meine im Telefonbuch veröffentlichte Privatnummer anzurufen, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt. 7 Sponsoring Eine Firma hat in diesem Jahr dieses Projekt unterstützt. Nopar International unterstützt das Projekt mit eines seiner Produkte, Folio Contact. Diese Folien setzen wir sowohl am Standort im Unterricht, als auch in den Museen ein, um den Kindern dort, wo es keine Tafel gibt, etwas erklären zu können. Wir bedanken uns bei der Geschäftsleitung für ihre Unterstützung. Sollten Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen wollen, können Sie uns gerne hierauf ansprechen.
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